Hass bekämpft man nicht, man begegnet ihm — Polizei in Halle lehnte Schutz für Synagogen mehrfach ab



Bei jedem Mordanschlag rückt die Schuldfrage ins Zentrum. Wer, nebst dem Täter, trägt möglicherweise eine Mitverantwortung? Gibt es diese und wenn ja, wie schwer wiegt die Schuld. Doch wer die Rolle des Inquisitors übernimmt, begibt sich schnell ins Reich der Chaostheorie?


von Martin Widmer


Die Chaostheorie besagt, ein Schmetterling kann mit einem Flügelschlag ein Wirbelsturm auslösen, wenn die Bedingungen für eine Kettenreaktion, vergleichbar mit einer unendlich langen Reihe Dominosteine, optimal sind.


Was bewegte den Attentäter, seine Morde zu begehen


Ermittler und Beobachter sind sich einig, der Angriff auf die Moschee von Halle sollte das Christchurch Attentat von Neuseeland nachahmen. Laut Aussagen aus dem Umfeld des Täters, soll es sich um einen 27 jährigen, intelligenten, wortgewandten, allerdings vereinsamten und sozial isolierten jungen Mann handeln, der (noch) bei seiner Mutter lebte und den Grossteil seiner Zeit im (Kinder-) Zimmer verbrachte, in welches die Mutter nicht gehen durfte, da es das «Reich» ihres Sohnes gewesen sei.


Ein Reich voll von Frustration. «Gemeinschaft» fand er offenbar nur in virtuellen, einschlägigen Foren, in denen rechtsextreme Verschwörungstheorien und antisemitische wie rassistische Irrlehren zelebriert werden sowie in der Gaming Szene. Anfangs zwanzig habe er mit Drogen experimentiert und sei fast gestorben. Danach sei er ein Anderer geworden und ein Anderer geblieben. Der Grund für die Tat sei die Projektion eigener Probleme auf Andere. Den Umgang mit Schusswaffen lernte er bei der Bundeswehr.



Nun darf man mutmassen: Welcher dieser «hard facts» hatten an der Tat welchen Anteil? Hätte die Mutter die Tat verhindern können, wenn sie ihren Sohn zur Abnabelung gezwungen hätte? Wenn er, statt in seinem (Kinder-) Zimmer zu sitzen, einen selbständigen Alltag zu bewältigen gehabt hätte. Was, wenn er nicht an automatischen Waffen ausgebildet worden wäre, sondern in einem Altenheim zum Pfleger? Hätte sich die Tat auch ohne «zehntausend Stunden» Gewalt-Videospiel zugetragen?


Wenn alle schreien, ist man am besten leise


Verständlicherweise ist nach solchen Taten die Aufregung gross und man erwartet von Politikern Sinn stiftende Anteilnahme und intelligente Worte. Von den für die Sicherheit zuständigen CDU/CSU Politiker kam außer den üblichen Phrasen weder das Eine noch das andere. Stattdessen schreiben sie die Tat ihrem politischen Konkurrenten zu. Diese seien die eigentlichen Brandstifter, da sie für solche Taten angeblich den Weg ebenen würden. Natürlich ist dieser Vorwurf grober Unfug und eine üble Gemeinheit.


Wenn Innenminister Stahlknecht (CDU) einen Funken Anstand hat, dann muss er zurück treten


Da solche infamen Beschuldigungen nicht zum ersten mal gemacht werden, ist es nicht alleine dem Umstand zuzuschreiben, dass Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) vom Versagen seiner Behörde ablenken will. Der Präsidenten des Zentralrats der Juden nennt es skandalös, dass die Synagoge in Halle nicht durch die Polizei geschützt wurde. Max Privorozki, der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Halle, sagte, in seiner Synagoge habe es «nie Polizeikontrollen» gegeben, obwohl er darum ausdrücklich gebeten habe.


Der für die Sicherheit zuständige Minister Holger Stahlknecht (CDU) bestreitet den Vorwurf, es sei immer wieder mal eine Streife vorbeigefahren. An der Pressekonferenz sagte er, dass er sich nicht hätte vorstellen können, dass es in Deutschland Mord und Totschlag gegen Andersgläubige geben würde (Video).



Innenminister Seehofer (CSU) will nun Hass im Internet bekämpfen, bekundete er, nachdem Unionskollege Stahlknecht seine Hassrede gegen die AFD hielt. Seehofer wollte ja auch die Grenzen zur Schweiz kontrollieren, als eine Mutter und ihr Sohn von einem Eritreer aus der Schweiz auf ein Bahngleis geschubst wurde. Unvergessen bleibt auch, als Seehofer eine Flüchtlingsobergrenze wollte.


K. Lauterbach (SPD) schürt Hass im Internet

Hass bekämpft man aber nicht, sondern man begegnet ihm. Hass kann man weder verbieten, noch heraus prügeln. Hass muss man begegnen, ihn überwinden, ihm die Hand reichen.



Wenn Karl Lauterbach (SPD) behauptet, die AFD habe Rechtsextremen eine Stimme gegeben und trage eine grosse Mitschuld, dann macht er nichts anderes, als grösstmöglichen Hass zu schüren.


In Sachsen wählten 27.5% AFD

Was Menschen empfinden, wenn ihnen gesagt wird, sie würden Politiker wählen, die an brutalen Morden Schuld sind, ist klar. Hass und Wut. Hass und Wut, auf die man dann wieder zeigen kann. Ob Karl Lauterbach aus politischem Kalkül heraus – er will heute SPD-Parteipräsident werden – oder nur aus emotionaler Dummheit handelt – man weiss es nicht.


Man könnte übrigens auch behaupten, die AFD hätte solch schrecklichen Taten auch schon verhindert, in dem sie eben gerade Rechtsextremen eine «Stimme» gab und sie ins demokratische Spektrum zurück holten. Und all solche Spekulationen kann man ins linke Spektrum umkehren. Dank der linken Politik von SPD, Grünen, Linkspartei und Union, gäbe es keinen gröberen Linksterror als der Gegenwärtige oder gerade deswegen, sei der Linksterror so ausgeprägt.

Politiker sollten mit gutem Beispiel voran gehen und zwischen den Fronten den Dialog suchen. Irgend einmal wird auch in Deutschland der Punkt kommen, wo sich die vermeintlich Guten mit den vermeintlich Bösen versöhnen müssen. Wiedervereinigung 2.0 – für Frieden ist es bekanntlich nie zu spät •


#frta #gehe #deut #drb #fuss


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