Aktuell ! Vorsicht vor falschen Polizisten – Sprechen Sie mit Ihren betagten Verwandten darüber



Im September 2019 gingen wieder mehrere Meldungen von Personen beim Notruf der Kantonspolizei ein, weil sie von einem falschen «Polizeibeamten» aufgefordert wurden, aus «Gründen der Sicherheit» Geld und Wertsachen auszuhändigen. In einem Fall konnte die unbekannte Täterschaft eine 78-jährige Frau überreden, CHF 25'000 auszuhändigen. In einem zweiten Fall händigte eine 69-jährige Frau rund Fr. 20‘000 aus.


In beiden Fällen wurden die Frauen mehrmals von einem Hochdeutsch sprechenden falschen «Polizisten» telefonisch kontaktiert. Man sagte ihnen, dass aufgrund laufender Ermittlungen die grosse Gefahr bestehe, dass ihr Geld gestohlen werden könnte. Es seien Kriminelle festgenommen worden, die im Quartier unterwegs gewesen wären. Man bitte die Frauen deshalb um aktive Mithilfe als Lockvögel.


Die Frauen wurden dabei massiv unter psychischen Druck gesetzt. Dabei wurden die Opfer in langen Telefonen bedrängt und sie hoben in der Folge in verschiedenen Finanzinstituten hohe Geldbeträge ab und händigten diese den unbekannten Tätern aus.


Allgemeines Vorgehen der Täter


Die Täter geben sich als Polizist oder als Kriminalbeamtin aus. Die oft Hochdeutsch sprechenden Anrufer nehmen über eine gefälschte Rufnummer eine Verbindung mit den potentiellen Opfern auf. Auf dem Telefondisplay erscheint eine offizielle Amtsnummer, so z.B. diejenige einer Polizeiwache oder einer Behörde.


In der Folge teilen die Betrüger mit, dass die auf Banken deponierten Vermögen nicht mehr sicher seien und man deshalb das Geld abheben und zu sich nach Hause nehmen soll. Anschliessend werden zivile Polizeibeamte am Wohnort vorbeikommen, um das Bargeld, den Schmuck sowie weitere Wertsachen in Verwahrung zu nehmen und an einem sicheren Ort zu deponieren.


Die Täter fordern ihre potentiellen Opfer wiederholt auch auf, das Geld aus Gründen der Sicherheit persönlich in eine andere Stadt oder ins Ausland zu bringen und dort einem «Polizisten» zu übergeben bzw. an einem unauffälligen Ort zu hinterlegen. Zudem werden auch Personen von falschen Polizisten in Angst und Schrecken versetzt, weil angeblich bewaffnete Einbrecher unterwegs seien, um das am Wohnort aufbewahrte Geld zu stehlen.

Informieren Sie ihre betagten Verwandten:


Die Polizei fordert nie auf, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben. Ebenso wenig fordert die Polizei auf, Geld aus Gründen der Sicherheit in einen anderen Kanton bzw. ins Ausland zu bringen.


Die Polizei verlangt nicht, dass man ihr Geld oder Schmuck bzw. weitere Wertgegenstände aushändigt.


Haben Sie geringste Zweifel, ob es sich um echte Polizisten handelt, nehmen Sie unverzüglich über Notruf 117 mit der Kantonspolizei Kontakt auf.


Seien Sie misstrauisch gegenüber unbekannten Anrufern oder fremden Personen, die sie auf der Strasse ansprechenWerden Sie von verdächtigen Personen oder vermeintlichen Angehörigen (Enkeltrickbetrug) kontaktiert, so informieren Sie unverzüglich die Polizei über die Notrufnummer 117


Gewähren Sie keinen fremden Personen Zutritt zu Ihrer Wohnung bzw. zu Ihrem HausGeben Sie keinerlei Auskünfte über Ihre Vermögenssituation bzw. über vorhandenes Geld, Schmuck und WertsachenBewahren sie keine grösseren Geldbeträge Zuhause aufGeben Sie keine Auskunft, ob Sie alleine wohnen.


Geben Sie keine Auskünfte über Ihr Alter, Zivilstand, Beruf und Gesundheitszustand


Geben Sie keine Kreditkartennummern, Pin Code, Passwörter und Bankkartennummern bekannt


Gewähren Sie keinen Unbekannten (Fremd-) Zugriff auf Ihren PC oder Ihr Smartphone. Sollte sich jemand als Polizist oder Kriminalbeamtin ausgeben und sie auffordern, Geld bei einer Bank bzw. einem Finanzinstitut abzuheben und dieses aus Gründen der Sicherheit zivilen Beamten zu übergeben, so verständigen Sie sofort die Polizei über die Notrufnummer 117.


Sollten Sie Opfer einer dieser Betrugsmaschen (falsche Polizisten, Enkeltrick etc.) geworden sein, so kontaktieren sie unverzüglich die Polizei.


#frta #chta

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